Zwei Wasserrettungseinsätze an einem kühlen Sonntagnachmittag

Gleich zweimal mussten die Schnelleinsatzgruppen der BRK-Wasserwacht im Landkreis Neu-Ulm am Sonntag, 03. Juli 2016, Verunglückten zu Hilfe eilen. Sie wurden zu einem in die Günz gestürzten Auto alarmiert. Später kenterte ein mit mehreren Personen besetztes Ruderboot auf dem Badesee in Neu-Ulm/Ludwigsfeld.

Am Nachmittag wurden die Helfer der BRK-Wasserwacht Senden und Illertissen nach Kettershausen bei Babenhausen alarmiert. Dort ist ein Auto in die Günz gestürzt, es befanden sich noch Personen im Innenraum. Die Wasserretter aus Senden waren zu dieser Zeit gerade an ihrer Wachstation am Waldsee und betreuten eine Gruppe von jungen Rotkreuzlern aus Bosnien-Herzegovina, die im Rahmen des Donaufestes zu Besuch in der Gegend waren. Besonders die Einsatzstrukturen und Rettungsgeräte stießen auf großes Interesse, denn die jungen Ehrenamtlichen sind gerade dabei, nach einer verheerenden Hochwasserkatastrophe in ihrem Heimatland selbst einen Wasserrettungsdienst auf die Beine zu stellen. Vier Taucher waren kurz davor, für einen Übungstauchgang ins Wasser zu gehen, als der Alarm ausgelöst wurde. Daher waren die Einsatzfahrzeuge schnell besetzt und machten sich auf den Weg zur Einsatzstelle. Bei Obenhausen wurde der Einsatz für die Helfer aus dem Landkreis Neu-Ulm abgebrochen. Die Personen waren aus dem Fahrzeug gerettet und die Kräfte der BRK-Wasserwacht aus Krumbach unterstützten bei der Bergung des Fahrzeuges aus der Günz mit einem schwerem Kranwagen.

Nur wenig später gerieten drei Männer auf einem Ruderboot in Not. Sie waren auf dem Baggersee in Ludwigsfeld unterwegs und kenterten. Mit Mühe und Not konnten sie sich auf eines der Floße retten. Das Boot versank im See und die drei mittlerweile unterkühlten Männer mussten mit Motorbooten an Land gebracht und an den Landrettungsdienst übergeben werden. Taucher der BRK-Wasserwacht bargen schließlich das Ruderboot und eine Angel. Im Einsatz waren 30 Helfer der BRK-Wasserwachten Neu-Ulm und Senden, sowie Polizei, THW, Feuerwehr, Rettungsdienst und Notarzt.