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WASSERWACHT probt den Ernstfall

Sonntag, 31. Jan. 2010 - Feucht
FEUCHT-Bei einer Außentemperatur von -5 Grad und einer leicht gefrorenen Eisdecke am alten Kanal, im Bereich der Schleuse Nummer 60, trafen sich die Wasserwacht Ortsgruppen aus Feucht und Lauf an der Pegnitz zu ihrer diesjährigen Eisrettungsübung.
Mit von der Partie der Feuchter CSU Gemeinderat Martin Rübig, selbst aktives Mitglied der Wasserwacht Feucht, der es sich nicht nehmen lies, sich von seinen Kameradinnen und Kameraden retten zu lassen. Er simulierte einen Spaziergänger der im Schleusenbereich in das noch nicht sehr tragfähige Eis eingebrochen war.
Da das Wasser zu diesem Zeitpunkt eine Temperatur von ca. 3 Grad hatte, war hier ein schnelles Handeln durch die Wasserwacht unumgänglich. Mit dem Eisrettungsschlitten der Ortsgruppe Feucht wurde der Verunglückte angepeilt und aus dem eiskalten Wasser an das rettende Ufer gebracht. Der Eisrettungsschlitten hat den Sinn und Zweck das Gewicht des Retters und das des zu Rettenden auf der Eisfläche zu verteilen um ein weiteres einbrechen in das dünne Eis zu verhindern. Alle anwesenden Wasserretter der Ortsgruppen, Feucht und Lauf übten im Verlauf des Nachmittgas den Umgang und die Handhabung des Eisrettungsgerätes. Ebenfalls wurde der Umgang mit Leitern, Leinen oder einer durch die anwesenden Wasserretter und Rettungsschwimmer gebildeten Personenkette geübt, auch die Zuhilfenahme von umher liegenden Ästen wurde ausprobiert um verunfallte schnell und zügig aus dem Eis zu bekommen.
An Land angekommen wurde die verunglückte Person an die restlichen Einsatzkräfte übergeben und medizinisch versorgt. Hier konnte gleich die anwesende Jugendgruppe der Wasserwacht Feucht, unter der Aufsicht von Technischem Leiter Björn Steinl und Erste Hilfe Ausbilder Till Bohnekamp ihre Kenntnisse in Erster Hilfe unter Beweis stellen.
Interessiert wurde die Übung durch zahlreiche Spaziergänger beobachtet und verfolgt, diese hatten auch immer wieder Fragen zur Eisrettung und den Umgang mit den geretteten Personen bis hin zu Maßnahmen der Ersten Hilfe die zu leisten wären.
Sollte man selbst einmal in die Situation kommen ins Eis einzubrechen beziehungsweise das bevorstehende Unheil durch lautes Knacken vernehmen, empfiehlt es sich sofort flach auf das Eis zu legen. Dies soll bezwecken das, dass Gewicht größtmöglich auf der Eisfläche verteilt wird. Bricht man dann doch ein ist unbedingt darauf zu achten nicht unter die Eisdecke zu kommen und sich sowenig wie möglich zu bewegen, um ein rasches Abkühlen der Köpertemperatur zu verhindern! Personen sollten nach der Rettung durch Decken und die Zufuhr von warmen, gezuckerten Getränken langsam erwärmt werden.
Das absetzen eines Notrufes unter der Notrufnummer: 112 ist bei ins Eis eingebrochenen Personen dringend und vor allem so schnell wie möglich erforderlich!!!

Till Bohnekamp

Organisation:OG Feucht
Kontakt:t.bohnekamp@gmx.net

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